Finanzhefte werden längst nicht mehr nur von Unternehmern, Managern und Führungskräften der Wirtschaft gelesen. Vermehrt zählen auch Menschen zur Leserschaft, die sich darüber informieren möchten, was in der Wirtschafts- und Finanzwelt vor sich geht – Themen, über die in einer Tageszeitung oder Zeitschrift nicht in solcher Ausführlichkeit berichtet wird wie in einer Finanzzeitung. Der Vorteil der Finanzhefte ist natürlich die Tatsache, dass sich Leser unabhängig von Bankberatern über Anlagen und Investments informieren können. Zudem erfahren sie Hintergrundberichte zu Unternehmen, die in der Tageszeitung oder in einem normalen Wochenmagazin nicht zu finden sind. Nachfolgend werden die bedeutendsten deutschen Finanzhefte genannt.

Capital

Aktuelles zu Wirtschaftspolitik, Finanzen, Steuern, Recht, Immobilien, Beruf sowie Unternehmensporträts sind die Schwerpunktthemen des monatlich erscheinenden Wirtschaftsmagazins. Capital erscheint seit 1962 bei Gruner und Jahr in einer Auflage von knapp 207.000. Leser des umfangreichen Hochglanzmagazins sind vorwiegend Führungskräfte, Manager und Unternehmer.

Börse Online

Das wöchentliche Börsenmagazin, das ebenfalls bei Gruner und Jahr erscheint, befasst sich mit Märkten und Investments: Aktien, Fonds, Anleihen, Devisen sowie Geld und Vorsorge. Im Gegensatz zu Capital handelt es sich bei den Lesern dieser Zeitschrift um Anleger, aber auch Menschen, die Geld anlegen möchten und sich über Investments und Anlagen informieren möchten.

Focus Money

Das Wirtschaftmagazin des Burda-Verlages erscheint wöchentlich und berichtet nicht nur über Aktuelles aus Wirtschaft, Politik und Finanzen, sondern ist mit Themen zu Wissen, Gesundheit, Kultur, Sport und Reisen relativ breit gefächert. Leser der Zeitschrift sind weniger Führungskräfte und Anleger, sondern Menschen, die sich ohne kompliziertes Fachvokabular über Wirtschaft und Finanzen informieren möchten.

Handelsblatt

Die größte deutsche Wirtschafts- und Finanzzeitung, die auch Pflichtblatt der Frankfurter Börse ist, erscheint Montag bis Freitag bereits seit 1946. Neben dem mehrseitigen Börsenteil berichtet die Zeitung tagesaktuell über Finanzen, Politik und Sport, wobei Wirtschaftspolitik den größten Teil einnimmt. Weitere Themen sind Karriere, Lifestyle, Auto und Panorama. Gelesen wird das Handelsblatt, das im gleichnamigen Verlag erscheint, vorwiegend von Führungskräften, Unternehmern und Managern.

Financial Times Deutschland (FTD)

Das Schwesternblatt der englischen Financial Times erscheint seit dem Jahr 2000 Montag bis Freitag im Verlag Gruner und Jahr. Die Zeitung besteht aus den vier Teilen Finanzen, Unternehmen, Politik und Agenda. Hinzu kommen jährlich rund 100 Sonderbeilagen mit Schwerpunktthemen zu Finanzen und Wirtschaft sowie monatlich das Existenzgründermagazin „enable“. Wie das Handelsblatt wird auch die FTD vorwiegend von Führungskräften, Unternehmern und Managern gelesen.